Am 2. Dezember wurde der Right Livelihood Award, auch bekannt als Alternativer Nobelpreis, in Stockholm verliehen. Seit 1980 werden damit Personen oder Gruppen ausgezeichnet, die sich für eine gerechtere, friedlichere und nachhaltigere Welt einsetzen. Die Preisträger und Preisträgerinnen dieses Jahres engagieren sich gegen zunehmenden Autoritarismus, Polarisierung und den drohenden Klimakollaps.
Vier Preise, viele Preisträger
Julian Aguon von der Pazifikinsel Guam und die Pacific Islands Students Fighting Climate Change (PISFCC) aus Ozeanien teilen sich dieses Jahr einen der Preise. Beide haben dazu beigetragen, dass Klimagerechtigkeit vor den Internationalen Gerichtshof gebracht wurde, um Staaten rechtlich zum Klimaschutz zu verpflichten. Inseln im Pazifik sind ganz besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen, aber tragen nur wenig dazu bei.
Justice For Myanmar (JFM) ist eine Gruppe von Aktivist*innen, die einen Preis für ihre Recherchen erhielt, bei denen die internationale finanzielle Unterstützung für die korrupte Militärjunta aufgedeckt wurde. Die Gruppe agiert anonym wegen der zunehmenden Gewalt in Myanmar und der Terrorkampagne der Militärjunta.
Audrey Tang aus Taiwan erhält einen Award für den visionären Einsatz digitaler Technologien zur Stärkung der Demokratie, Einbindung der Zivilgesellschaft und Überwindung gesellschaftlicher Spaltung, indem sie Millionen von Menschen ermöglicht, sich unmittelbar an der Gestaltung von politischen Prozessen zu beteiligen.
Die Emergency Response Rooms (ERRs) im Sudan haben einen Preis für ihre humanitäre Hilfe bekommen, die sie trotz Krieg und Staatszerfall in dem afrikanischen Land für die Menschen leisten. Sie sind oft an Orten, wo internationale Organisationen nicht mehr hinkommen.
Für alles gibt es ein erstes Mal
In diesem Jahr gibt es eine Besonderheit: Alle Geehrten stammen aus Ländern, in die bisher noch kein Right Livelihood Award vergeben wurde, weshalb der Preis nochmal eine größere Ehre ist.
