Wer eine natürliche Moorlandschaft auf ganz besondere Weise erleben möchte, kann noch bis zum 28. August am Projekt „Irrlichter“ teilnehmen.
Intakte Moore speichern große Mengen Kohlendioxid, wodurch dieses nicht in die Atmosphäre gerät. In Zeiten der Klimakrise wird deshalb die Forderung nach Renaturierung von trockengelegten Moorflächen immer lauter. Hilfreich wäre dabei ein starkes öffentliches Bewusstsein für die Wichtigkeit nasser Moorlandschaften. Umso wertvoller sind engagierte Projekte, die es ermöglichen, sich persönlich mit unseren heimischen Mooren und ihren besonderen Eigenschaften zu beschäftigen.
„Irrlichter“ lädt zu einem abenteuerlichen Erlebnis im Moorgebiet in der Mecklenburgischen Schweiz ein. Es findet in diesem Jahr erstmals in Malchin statt. Wie Mitinitiatorin Swantje Furtak im Gespräch mit dem Raben Ralf erläutert, möchte das Projekt ohne didaktischen Ansatz auskommen. Im Mittelpunkt steht eine „Pfadwerkstatt“: Aus den Materialien, die das Moor bietet, wird gemeinsam ein Pfad in das Schilf gebaut. Das verspricht nicht nur ein kreatives Erlebnis, es ist auch eine gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Mit und ohne Vorkenntnisse
Darüber hinaus bietet „Irrlichter“ immer wieder Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art an. So wird am 21. August das „Fest der Poesie“ stattfinden.
Auch Essen und Trinken ist vor Ort möglich – in der beliebten Gaststätte „Moorbauer“. Die Anreise zum Lokal ist nur per Boot über den Peenekanal möglich. Der „Moorbauer“ stellt dazu Schwanentretboote zur Verfügung. Wer nicht selber Boot fahren will, kann sich auch vom „Irrlichter“-Team per E-Boot abholen lassen.
„Irrlichter“ eignet sich für Menschen mit und ohne tiefere Kenntnisse über Moore. Auch mit Kindern wird das Angebot gern angenommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Ob sich schon ein echtes Irrlicht gezeigt hat, verrät Swantje Furtak allerdings nicht. Dafür muss man selbst zum Pfad kommen.
