Neben Tee, Kaffee und Gewürzen liegt dem Bio-Pionier Lebensbaum eines ganz besonders am Herzen: die Natur. Sie ist Ursprung aller Produkte, Grundlage des Handelns und Inspiration für das gesamte Unternehmen. Aus diesem Grund übernimmt Lebensbaum auch Verantwortung, und zwar nicht abstrakt, sondern ganz konkret vor der eigenen Haustür.
Direkt am Rande des Diepholzer Moores in Niedersachsen gelegen, ist der Firmensitz eng mit dieser besonderen Landschaft verbunden. Moore gehören zu den wertvollsten Ökosystemen unserer Erde. Obwohl sie weltweit nur einen kleinen Teil der Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen. Deshalb sind sie im Kampf gegen den Klimawandel besonders wichtig. Gleichzeitig bietet diese unwirkliche Landschaft einzigartige Lebensräume für seltene und bedrohte Pflanzen- und Tierarten: Von der Kreuzotter über den Moorbläuling bis hin zum fleischfressenden Sonnentau gibt es im Moor so manche Überraschung zu entdecken.
Auf Dauer angelegtes Engagement
Wird ein Moor jedoch zur Gewinnung von Torf trockengelegt, wie auch in Diepholz geschehen, entweicht das gespeicherte CO₂ in die Atmosphäre. Um dem entgegenzuwirken, hat Lebensbaum im Jahr 2011 die Patenschaft für das lokale Moor übernommen. Zwar wird dort heute kein Torf mehr abgebaut, doch die frühere Nutzung hat die Böden stark geschädigt. Die Folge: Das Moor wurde undicht, Regenwasser konnte nicht gehalten werden.
Die finanzielle Unterstützung des Unternehmens ermöglicht wichtige Renaturierungsmaßnahmen sowie deren wissenschaftliche Begleitung. In den vergangenen Jahren wurden dadurch bereits viele Dämme repariert und Entwässerungsgräben geschlossen. Zusätzlich engagiert sich Lebensbaum ganz praktisch: Mehrmals im Jahr gehen die Auszubildenden entkusseln. Bei dieser Maßnahme wird Baumaufwuchs in Handarbeit entfernt. Während auf intaktem Moorboden keine großen Bäume wachsen, sind trockengelegte Moore ein beliebter Standort etwa für Birken. Allerdings verschlechtern diese die Situation des Moores: Sie entziehen dem Moor Wasser und stehlen Torfmoosen das lebenswichtige Licht.
Der Erfolg der Renaturierung ist sichtbar: Das Moor hält inzwischen wieder mehr Wasser. Damit das so bleibt, wird seine Entwicklung kontinuierlich beobachtet. Denn trotz erster Fortschritte braucht es weiterhin Pflege, um das empfindliche Gleichgewicht dauerhaft zu stabilisieren. Das Engagement von Lebensbaum bleibt bestehen – Moorschutz ist immerhin Klimaschutz! Und davon profitieren wir alle, Natur und Menschen.
