Auf der Suche nach anderen Perspektiven für einen bewussteren Umgang mit sich selbst und der Umwelt kommt man an Angeboten antidemokratischer Akteure schon lange nicht mehr vorbei. Sie nutzen Themenfelder aus Naturmystik, Esoterik und Wildnispädagogik gezielt für das Verbreiten ihrer Agenda sowie von Falschinformationen. Vor allem in den sozialen Medien erregen rechtsesoterische Bewegungen die Aufmerksamkeit junger Menschen, die in ihrer Suche nach Orientierung besonders beeinflussbar sind.
Auf das Erstarken antimoderner Strömungen reagiert die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) mit einem neuen Projekt zur Aufklärung über Verschwörungsideologien und demokratische Umweltbildung. Das Projekt „Kritische Umweltbildung“ (KUBI) wird vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des„Demokratie leben“-Programms gefördert. Die bundesweite Veranstaltungsreihe beleuchtet verschiedene rechtsesoterische sowie antidemokratische Weltbilder und vermittelt Kenntnisse für den Umgang mit autoritären Narrativen.
Workshops, Vorträge und Fachtag
Dabei wendet KUBI sich in den sozialen Medien gezielt an junge Menschen und hält zugleich für Umweltbildner und pädagogische Fachkräfte Materialien zur Sensibilisierung und Fortbildung bereit. Für die Schulung zum frühzeitigen Erkennen rechtsesoterischer Angebote und zum aktiven Gegensteuern bietet KUBI verschiedene digitale Veranstaltungen an, die noch bis Dezember dieses Jahres zur Verfügung stehen. Für die kostenfreien Workshops und Vorträge ist eine Anmeldung erforderlich.
Zudem widmet sich ein Fachtag am 20. November in Frankfurt am Main der Aufklärung über antidemokratische Tendenzen in der Umweltbildung mit dem Schwerpunkt auf Esoterik und Verschwörungsdenken.
Eine große Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht, auch um die gesellschaftliche Relevanz des Themas sichtbarer zu machen.
