Boden ist viel mehr als nur Erde unter unseren Füßen. Er ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen und spielt eine wichtige Rolle beim Umweltschutz und im Klimasystem.
Böden speichern große Mengen Wasser. Bei jedem Regen saugen sie es auf wie ein Schwamm und geben es später langsam wieder ab. Das verhindert Überschwemmungen, und Pflanzen bleiben auch in trockenen Phasen versorgt. Gleichzeitig filtern Böden Schadstoffe und schützen so unser Grundwasser.
Böden binden aber auch große Mengen CO₂ und speichern es über lange Zeiträume als Kohlenstoff. So tragen sie dazu bei, das Treibhausgas von der Atmosphäre fernzuhalten. Wird Boden aber zerstört, zum Beispiel durch intensive Landwirtschaft oder Versiegelung, kann der Kohlenstoff freigesetzt werden und den Klimawandel verstärken.
Unter der Oberfläche verbirgt sich ein wichtiges Ökosystem. Mikroorganismen, Pilze, Würmer und viele andere Lebewesen zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial und machen Nährstoffe wieder verfügbar. Ohne dieses Zusammenspiel gäbe es keinen fruchtbaren Boden und damit auch keine sichere Lebensmittelversorgung.
Lebensnotwendig
Trotz dieser enormen Bedeutung ist der Boden stark bedroht. In Deutschland wird immer noch täglich neuer Boden in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Jedes Jahr werden mehrere Tausend Hektar versiegelt und wichtige Naturflächen gehen verloren. Versiegelter Boden verliert seine Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, wird als Lebensraum zerstört und kann seine natürlichen Funktionen kaum noch erfüllen.
Deshalb ist es so unglaublich wichtig, über den Boden als lebensnotwendige Ressource aufzuklären. Eine Möglichkeit dazu bietet das Umweltfestival am Brandenburger Tor am ersten Sonntag im Juni unter dem Motto „Boden – du stehst drauf“. Dort kann man sich über den Boden und seine Bedeutung informieren und an interaktiven Ständen mehr über seine wichtigen Funktionen erfahren. Auch das Bühnenprogramm widmet sich dem Thema mit Talk- und Workshop-Formaten.
Das 31. Umweltfestival findet am 7. Juni 2026 von 11 bis 18 Uhr am Brandenburger Tor statt. Die Anmeldesaison für Ausstellende läuft bereits. Die April/Mai-Ausgabe des Raben Ralf informiert mit Sonderseiten über das Ereignis und über Möglichkeiten zum Schutz des Bodens.
