Mit dem Berliner Naturschutzpreis 2026 hat die Stiftung Naturschutz im Juli Menschen ausgezeichnet, die sich mit außergewöhnlicher Leidenschaft für die Natur der Hauptstadt einsetzen. Die feierliche Preisverleihung fand in der Ufa-Fabrik in Tempelhof statt. Der Preis des Landes Berlin ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Allround-Praktikerin

Seit über 40 Jahren prägt Birgit Protze den Naturschutz in Treptow-Köpenick als Fachfrau, Praktikerin und unbeirrbare Kämpferin für biologische Vielfalt. Ihr Markenzeichen ist keine große Geste, sondern ein außergewöhnlicher Durchhaltewille: Ob Wuhlheide, Plänterwald, Erpetal oder Köllnische Heide – kaum ein wertvoller Naturraum im Bezirk, der nicht von ihr mitgedacht, mitverteidigt oder praktisch mitentwickelt wurde. Besonders ist die Verbindung aus behördlicher Facharbeit und ehrenamtlichem Einsatz, konsequent über Jahrzehnte. Auch im Ruhestand bleibt sie Motor zahlreicher Projekte, Pflegeeinsätze und Bildungsformate.

Turmfalkenflüsterer

Stefan Kupko aus Steglitz engagiert sich seit fünf Jahrzehnten für den Schutz von Turmfalken, Eulen und anderen Greifvögeln in Berlin. Er klettert, kontrolliert, beringt, baut Nistkästen und pflegt verletzte Tiere. So sorgt er dafür, dass Greifvögel mitten in der Großstadt eine Chance haben. Gleichzeitig holt er sie ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Mit Webcams in Nistkästen, Führungen und Vorträgen wird aus verborgenen Brutplätzen ein Live-Blick ins Leben der Falken. So verbindet er praktischen Artenschutz, Forschung und Umweltbildung.

Verein begeistert Kinder

Der Verein Pindactica aus Prenzlauer Berg begeistert Kinder für Natur und Umwelt – durch Staunen, Ausprobieren und Entdecken mitten im Alltag draußen. Straßen, Höfe und Parks werden zu kleinen Forschungsräumen: Die Kinder beobachten, sammeln, experimentieren und erschließen sich ihre Umgebung selbst mit allen Sinnen. Ergänzend dazu entwickelt der Verein Kalender, Mitmachhefte und Materialien. Die Angebote sind für alle gedacht, unabhängig von Herkunft oder Einkommen.