Kurz vor dem Wahlkampfbeginn in Berlin ist der neue Dokumentarfilm „Feldliebe“ des Vereins Mehrwertvoll herausgekommen – genau rechtzeitig. Er erzählt die Geschichte des Tempelhofer Feldes, vom ehemaligen Flughafen zum offenen Freiraum mitten in Berlin.

Warum ist das Tempelhofer Feld ökologisch und sozial so wichtig für ganz Berlin und sogar überregional? Warum würde eine Bebauung des Tempelhofer Feldes das Wohnungsproblem in Berlin nicht lösen? Welche Auswirkungen hätte selbst eine behutsame Randbebauung auf das Stadtklima, auf die öffentliche Gesundheit und auf zukünftige Generationen? Und was könnte die Politik stattdessen tun, um schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Um diese Fragen geht es im Film.

Fachleute und Initiativen kommen im O-Ton zu Wort und antworten mit einer Fülle von Informationen, so dass sich das Publikum selbst ein Bild machen kann. Gleichzeitig ist der Film eine Liebeserklärung an die vielfältigen Projekte und Menschen, die diesen Ort gemeinsam gestalten, mit schönen Szenen und Bildern, die rasant geschnitten und liebevoll aufbereitet sind.

Anschauen, ausleihen, vorführen

Der „Feldliebe“-Film ist nicht nur wichtig für die unmittelbar Anwohnenden und die Initiativen, die sich auf dem Feld einbringen, sondern für die ganze Stadt. Schließlich haben alle zwölf Berliner Bezirke im Jahr 2014 am Volksentscheid teilgenommen und für den Erhalt des Tempelhofer Feldes gestimmt. Auch der Wahlkampf wird das Thema natürlich aufgreifen. Dass die derzeitige Landesregierung das Tempelhofer-Feld-Gesetz möglichst bald ändern und eine Randbebauung durchsetzen will, hat zum Beispiel Bausenator Christian Gaebler vor Kurzem wieder bekräftigt, als er den – mittlerweile abgeschlossenen – Ideenwettbewerb für Architekten kommentierte.

Feldliebe
Eine Liebe, die ewig hält: Das Tempelhofer Feld
Regie: Jule Hanske
Dokumentarfilm, 90 min
Deutschland 2025
mehrwertvoll.de

Auch deshalb stellen die Macher:innen ihren Film nun kostenlos und leicht zugänglich zur Verfügung, auf der Website des Vereins und direkt auf Youtube („Feldliebe“). Es gibt ihn auch als USB-Stick zum Ausleihen, falls jemand eine Vorführung im kleinen oder großen Kreis organisieren möchte.