Auf dem Rad sieht jeder anders aus, ob mit gekrümmtem Rücken, dem Kind auf dem wackeligen Gepäckträger oder der vierten vollgestopften Tasche unter dem Arm. Doch was sagen unsere Fahrräder eigentlich über uns aus?

Vom Dreikäsehoch über die Gute Ute bis hin zu den Wankelmutigen – im Buch „Modern cyclists“ von Jakob Hinrichs kann man sie alle finden. In kurzen Textpassagen und detailreichen Bildern werden auf humorvolle Weise 55 klischeehafte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Altersgruppen und Lebensrealitäten vorgestellt, die radelnd das Stadtbild prägen.

Viele Figuren sind so treffend gezeichnet und beschrieben, dass man glaubt, ihnen eben noch an der Ampel begegnet zu sein. Mit diesem Buch lacht man über andere und erkennt sich dabei überraschend oft selbst.

Symbol der Freiheit 

Das Vorwort von Ingwar Perowanowitsch stimmt auf die Beschreibung der verschiedenen Radfahr-Charaktere ein und macht deutlich, wie lange das Fahrrad schon als Symbol der Freiheit und Unabhängigkeit gilt. Am Ende des Buches findet sich eine spannende Hommage an das Radfahren von Theodor Herzl aus dem Jahr 1896.

Durch die Zweisprachigkeit auf Deutsch und Englisch empfiehlt sich das Buch für eine breitere Leserschaft. „Modern cyclists“ ist ein humorvoller „Radgeber“, um sich selbst radelnd im Stadtbild wiederzufinden.

Rezension zu:

Autor
Jakob Hinrichs
Titel
Modern cyclists
Unteritel
Erscheinungsformen einer innigen Beziehung
Verlag
Verlag Favoritenpresse, Berlin 2023
Seiten, Preis
160 Seiten, 18 Euro
ISBN
978-3-96849-092-2